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Wasserstoff-Projekt stärkt regionale Zukunftstechnologien

Machbarkeitsstudie in der Wesermarsch gestartet

Ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende in der Jade-Weser Wirtschaftsregion: Der Wirtschaftsförderung Wesermarsch wurde am gestrigen Montag der Zuwendungsbescheid für das Projekt Clean Hydrogen Coastline WHE vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems übergeben. Gefördert wird das Vorhaben mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms der Zukunftsregion JadeBay in Höhe von rund 603.000 Euro.

Der Landkreis Wesermarsch positioniert sich als zukunftsorientierter Energiestandort: Im Rahmen der Initiative NetZero Nordwest Deutschland ist die umfassende Machbarkeitsstudie zur Wasserstofferzeugung Clean Hydrogen Coastline WHE gestartet. Ziel ist es, die Potenziale für Erzeugung, Nutzung und Infrastruktur von grünem Wasserstoff in der Region systematisch zu untersuchen und konkrete Umsetzungsperspektiven zu entwickeln. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende und zur Entwicklung klimaneutraler Wirtschaftsstrukturen.

Projektträgerin der Studie ist die Wirtschaftsförderung Wesermarsch, die das Vorhaben gemeinsam mit starken Partnerinnen aus Wirtschaft und Wissenschaft umsetzt. Dazu gehören die EWE HYDROGEN GmbH sowie die Jade Hochschule, die ihre wissenschaftliche Expertise einbringt.

Das Projekt ermöglicht es, eine nachhaltige Industrie- und Energieregion weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu stärken. „Mit dem Programm ‚Zukunftsregionen in Niedersachsen‘ unterstützt die Niedersächsische Staatskanzlei Landkreise und kreisfreie Städte bei der gemeinsamen Bewältigung wichtiger Zukunftsaufgaben“, erklärt Nikolaus Jansen, Landesbeauftragter des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt der Zukunftsregion JadeBay aus Mitteln der EU in Höhe von rund 603.000 Euro fördern können.“

„Die Wesermarsch bringt beste Voraussetzungen für eine Schlüsselrolle in der Wasserstoffwirtschaft mit – von der vorhandenen Energieinfrastruktur bis hin zu starken Industriepartnern: Mein ganz besonderer Dank gilt dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Lutz Stührenberg und seinem Team, das dieses wichtige Projekt ermöglicht hat“, betont Landrat Stephan Siefken.

Auch aus Sicht der Kooperationspartnerinnen ist die Studie ein wichtiger Meilenstein: „Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und regionaler Entwicklung schafft die Basis, um Innovationen schneller in die Praxis zu überführen und nachhaltige Wertschöpfung in der Region zu sichern“, so Tobias Moldenhauer, Geschäftsführer der EWE HYDROGEN GmbH.

Auch Dr. Olaf Goldbaum, Leiter des Regionalmanagements der Zukunftsregion JadeBay, sieht einen großen Nutzen für die Region: „Das Projekt verbindet Klimaschutz, innovative Energieversorgung und regionale Wertschöpfung – und macht die Region zu einer aktiven Mitgestalterin der grünen Transformation.“ Alexandra Wurm, Geschäftsführerin der JadeBay GmbH Entwicklungsgesellschaft, ergänzt: „Mit der Machbarkeitsstudie und Positionierung als Energiestandort trägt der Landkreis Wesermarsch zur Stärkung der Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der gesamten Jade-Weser Wirtschaftsregion bei.“

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden als strategische Entscheidungsgrundlage für weitere Investitionen und Projekte im Bereich Wasserstoff dienen.

Net Zero Nordwest Deutschland als Vorzeigeregion

„NetZero Nordwest Deutschland ist das Vorzeigeprojekt in Niedersachen“, so Prof. Dr. Lutz Stührenberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH. „Die niedersächsische Küstenregion – vom Emsland bis in den Elbe-Weser-Raum – steht vor einem industriepolitischen Wendepunkt. Mit dem Antrag auf Anerkennung als Valley im Rahmen des europäischen Net Zero Industry Acts (NZIA) verfolgt die Region das Ziel, sich als Modellstandort für die klimaneutrale industrielle Transformation zu etablieren. Die Initiative basiert auf der Überzeugung, dass die Energiewende nur dann wirtschaftlich erfolgreich sein kann, wenn sie mit industrieller Wertschöpfung, technologischer Innovation und gesellschaftlicher Akzeptanz verknüpft wird.“