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Studierende laden zum „Zuhörcafé“ einAuf der Suche nach einer gerechten Gesellschaftsordnung

Oldenburg. Wird Gesellschaft heute als gerecht empfunden? Und welche Ideen von „gerechter Ordnung“ gab es eigentlich in der Vergangenheit, ob im Griechenland der Antike, im Zuge der Dekolonisierung Lateinamerikas oder im Schweden des 20. Jahrhunderts? Eine öffentliche Vortragsreihe des Instituts für Geschichte der Universität Oldenburg wirft ab Dienstag, 21. April, Schlaglichter auf unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit im Laufe der Zeit und in verschiedenen, überwiegend europäischen Regionen. Die Ringvorlesung im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg (Damm 38-46) soll, so Veranstalter und Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Etzemüller, ein Gefühl dafür geben, wie vielschichtig Entwürfe einer gerechten Ordnung sein konnten und sind – und welche Anstrengungen es braucht, um sie zu verwirklichen. Der Eintritt ist frei.

Den Auftakt macht am Dienstag, 21. April, 18.15 Uhr, der Oldenburger Historiker Dr. habil. David Kuchenbuch mit dem Thema „Eine faire Weltkarte? Arno Peters und die Debatte über globale Gerechtigkeit seit den 1970er-Jahren“. Die weiteren Vortragstermine (jeweils dienstags ab 18.15 Uhr im Vortragssaal des Landesmuseums):

5. Mai: „Adel und Bauern, Männer und Frauen, Christen und ‚Ketzer‘: Gerechtigkeit und soziale Ungleichheiten im Mittelalter“, Prof. Dr. Almut Höfert (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg);

19. Mai: „‚Das Seine tun und sich nicht verzetteln‘. Gerechtigkeitsdebatten in Griechenland und Rom“, Prof. Dr. Michael Sommer (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg);

2. Juni: „Gerechte Ordnung – Kritische Überlegungen auf dem Hintergrund Lateinamerikas: Von der Befreiung zur Dekolonisierung“, Prof. Dr. Ulrike Sallandt (Institut für evangelische Theologie und Religionspädagogik, Universität Oldenburg);

16. Juni: „Der Bauernkrieg von 1525 – auf der Suche nach einer gerechten Ordnung?“, Prof. Dr. Gerd Schwerhoff (Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden);

30. Juni: „Das schwedische ‚Volksheim‘. Wie Kapitalismus und Sozialstaat die gerechte Gesellschaft stiften sollten“, Prof. Dr. Thomas Etzemüller (Institut für Geschichte, Universität Oldenburg).