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IHK übernimmt Federführung für Sicherheit und Verteidigung

Sicherheits- und Verteidigungspolitik gewinnt auch für die Wirtschaft in Ostfriesland und Papenburg an Bedeutung. Die IHK hat dabei eine neue Aufgabe übernommen, die weit über klassische Standortthemen hinausgeht.

Die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg hat im vergangenen Jahr die Federführung für das Themenfeld „Sicherheit und Verteidigung“ innerhalb der IHK Niedersachsen übernommen. „Im Krisenfall entscheidet sich Verteidigungsfähigkeit auch daran, wie resilient unsere Wirtschaft und unsere Infrastruktur sind“, sagte IHK-Präsident Theo Eilers beim IHK-Jahrespressegespräch im Klub zum Guten Endzweck in Emden. Gerade Betriebe aus der Logistik und Versorgung seien dann unverzichtbar.

Wie wichtig die zivile Infrastruktur auch im militärischen Kontext werden kann und welche besondere Rolle die Logistikbranche spielt zeigte die NATO-Übung „Steadfast Defender 26“, die unter anderem im Emder Hafen stattfand.

Die Federführung wird von IHK-Abteilungsleiter Reinhard Hegewald wahrgenommen, der zugleich Sprecher des entsprechenden Arbeitskreises der IHK Niedersachsen ist. Zu seinen Aufgaben gehört die Koordination der sieben niedersächsischen IHKs in diesem Themenbereich sowie der Kontakt zur Bundeswehr.

Auch auf Landesebene soll die Perspektive der Wirtschaft stärker eingebunden werden. In Niedersachsen wurde gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsorganisationen der „Sicherheitspolitische Dialog“ angestoßen, in dem Fragen der zivilen Verteidigung und Widerstandsfähigkeit ressortübergreifend beraten werden.

„Damit ist eine weitere wichtige Aufgabe auf unser Haus zugekommen, der wir uns gerne stellen – auch als Sprachrohr der Wirtschaft gegenüber der Landesregierung“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard.