A20-Spatenstich – Ein starkes Signal an die Wirtschaft im Nordwesten
Oldenburg. Der erste Spatenstich für die A20 sendet ein starkes Signal an die Wirtschaft im Nordwesten. Nach Jahrzehnten der Diskussionen und Planungen geht mit dem Bauabschnitt 1 zwischen Westerstede und Jaderberg ein zentrales Infrastrukturprojekt endlich in die Umsetzung. Dabei steht das Projekt sowohl für bessere Erreichbarkeit und verlässlichere Verkehrswege. Zugleich gibt es Unternehmen und Beschäftigten mehr Planungssicherheit. „Ein guter, notwendiger und längst überfälliger Schritt“, sind sich die Oldenburgische Industrie- und Handelskammern, die IHK für Ostfriesland und Papenburg, die IHK Elbe-Weser sowie die Handelskammer Bremen einig.
„Die A20 ist weit mehr als ein klassisches Straßenbauvorhaben. Sie ist ein zentrales Projekt für einen Wirtschaftsraum, der in besonderem Maße auf leistungsfähige Verkehrsverbindungen angewiesen ist“, betont Jan Müller, Präsident der Oldenburgischen IHK. „Wir schaffen damit endlich mehr Verlässlichkeit – auch im Güterverkehr“, so Müller. Theo Eilers, Präsident der IHK für Ostfriesland und Papenburg, ergänzt: „Die Verbindung stärkt die Erreichbarkeit industrieller Standorte und Logistikzentren und ist gerade für Ostfriesland und die Küstenregion von herausragender Bedeutung. Die A20 verbessert die Anbindung unserer Häfen und stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.“ Außerdem soll sie dazu beitragen, bestehende Verkehrsachsen spürbar zu entlasten. „Gerade für eine exportorientierte Region wie unsere, mit hoher Bedeutung für Handel, Produktion, Logistik und maritime Wirtschaft, ist eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur ein entscheidender Standortfaktor“, sagt Jan Müller.
„Nach vielen Jahren der Planung ist der erste Spatenstich mehr als ein symbolischer Akt. Er zeigt, dass sich Beharrlichkeit bei wichtigen Infrastrukturprojekten auszahlen kann und dass Norddeutschland bei der Umsetzung großer Vorhaben handlungsfähig bleibt“, sagt Sebastian Vossmann, Präsident der IHK Elbe-Weser, undergänzt: „Der Baustart ist auch deshalb von großer Bedeutung, weil dem Projekt eine außergewöhnlich lange Planungs- und Vorbereitungsphase vorausging. Zwischen den ersten Verfahrensschritten, rechtlichen Auseinandersetzungen und der nun erreichten Baureife liegen viele Jahre.“ Umso größer ist die Symbolkraft dieses Tages: „Der Spatenstich zeigt, dass zentrale Infrastrukturprojekte dann vorankommen, wenn politische Prioritätensetzung, rechtliche Klarheit und ausreichende Finanzierung zusammenfinden.“ Für die regionale Wirtschaft ist das ein ermutigendes Zeichen in einer Zeit, in der viele Unternehmen vor allem Verlässlichkeit und Tempo bei der Umsetzung überfälliger Vorhaben erwarten.
André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, sagt: „Die Bedeutung der A20 reicht über rein wirtschaftliche Aspekte hinaus. Sie vernetzt unsere Hafenstandorte und hilft, die Energiewende zu schaffen. Diese verlangt Großraumtransporte mit maximalen Abmessungen. Vor allem aber wächst mit Blick auf die geopolitische Lage die sicherheitspolitische Bedeutung einer zukunftsfesten Verkehrsinfrastruktur. In diesem Sinne leistet der Ausbau der A20 auch einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, ohne dass dies den wirtschaftlichen Kern des Projekts überlagert.“
Der Baustart ist dabei aber nur der Auftakt. „Nun müssen weitere Schritte folgen“, sind sich die IHK-Vertreter einig. Der erste Abschnitt darf nicht als isoliertes Projekt stehen bleibt. Jetzt gilt es, die weiteren Planungen und Genehmigungen für den durchgehenden Ausbau der Küstenautobahn zügig voranzutreiben. „Nur so kann die A20 ihre volle Wirkung für den Nordwesten, für die Häfen und für die gesamte norddeutsche Wirtschaft entfalten. Wir als IHKs werden das Projekt auch weiterhin konstruktiv begleiten“, heißt es unisono. Somit ist der Baustart für die Wirtschaft ein Hoffnungszeichen, zugleich aber auch ein Auftrag: die A20 zügig und verlässlich weiterführen, um eine durchgehende, leistungsfähige Verbindung für Norddeutschland zu schaffen.