Parlamentarischer Abend der Ems-Achse in Hannover
Hannover
Die Fußball-WM beginnt zwar erst in zwei Wochen, doch beim Parlamentarischen Abend der Wachstumsregion Ems-Achse in Hannover zeigte Vorsitzender Bernard Krone (Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle) in seiner Rede Parallelen zwischen Fußball und Politik auf: „Fans wollen mehr als nur Ergebnisse. Sie wollen das Gefühl haben, dass ihre Mannschaft kämpft, einen Plan hat und für etwas steht. Einzelne Niederlagen werden oft akzeptiert.”
Ähnlich wirkt derzeit die politische Stimmung in Deutschland: Viele Menschen erwarten nicht Perfektion, sondern Verlässlichkeit und das Gefühl, dass Probleme überhaupt ernsthaft angegangen werden“, so Krone vor rund 360 Gästen im Gartensaal des Neuen Rathauses. Dabei mahnte Krone vor allem mehr Tempo an und nannte beispielhaft den geplanten vierspurigen Ausbau der E 233 von Meppen bis Emstek. Während die E 233 auf niederländischer Seite bereits seit 2008 fertiggestellt wurde, befindet sie sich auf deutscher Seite immer noch in Planung.
Ministerpräsident Olaf Lies zeigte sich einmal mehr überzeugt, dass die Realisierung der E 233 auf deutscher Seite über eine Länge von 83 Kilometern erfolgen werde. Die Landkreise Emsland und Cloppenburg sowie das Land Niedersachsen kämpften hier wie ein Team eng zusammen. Der Spatenstich für die A 20 beweise, dass solche Großprojekte letztendlich doch umgesetzt werden können.
Lies zeigte sich überzeugt, dass “unser Land diese Verkehrsinfrastruktur braucht”. Schließlich werde vor allen Dingen wirtschaftlicher Stärke das Land vorantreiben.
Zugleich lobte er die Wachstumsregion Ems-Achse, die u.a. gezielt Fachkräfte aus Südafrika und Mexiko holt. “Wir brauchen gezielte Zuwanderung”, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Marcus Bosse, Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, bezeichnete die Wachstumsregion Ems-Achse sogar als eines der stärksten Netzwerkbündnisse in Deutschland. Der vorzeitige Lückenschluss der A 31 im Jahr 2004 statt wie vom Bund geplant 2015 beweise den Erfolgswillen und die Tatkraft der Region. “Das war ein großer Erfolg der Menschen in der Ems-Achse.”, ergänzte Ministerpräsident Lies.
Eine Rekordbeteiligung verzeichnete der Sonderzug der WestfalenBahn zum Parlamentarischen Abend, der am Nachmittag in Emden gestartet war. Rund 120 Gäste nutzten das Angebot und sparten nicht nur Spritkosten und CO2, sondern nutzten die Anreise zum intensiven Netzwerken. Das stand auch im Mittelpunkt des Abends, der zu den größten in Hannover zählt.